
Die EU-Staaten haben ein Verbot von Einwegprodukten aus Plastik, für die es umweltfreundlichere Alternativen gibt, auf den Weg gebracht. Damit sollen Teller, Besteck, Strohhalme, Rühr- und Wattestäbchen aus Kunststoff aus den Geschäften verschwinden. Darüber hinaus fordert das Europäische Parlament eine verbindliche Recyclingquote von 90 Prozent für Einwegplastikflaschen ab 2025. Österreich ist laut Handelsverband beim Thema Mülltrennung und Recycling im europäischen Vergleich weit vorne – drei von vier PET-Flaschen werden getrennt gesammelt –, einzig beim Kunststoffrecycling gebe es noch Luft nach oben. Die Bundesregierung plant nun ein Maßnahmenpaket, das unter anderem das Verbot von nicht-abbaubaren Plastiksackerln ab Anfang 2020 enthält. Auch Unternehmen engagieren sich verstärkt gegen Plastikmüll. So ist der österreichische Kunststoffhersteller Borealis aktuell der „A Line in the Sand“-Initiative zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe beigetreten.