Die aktuelle Zahl

Gefährlicher Mangel

Der Betreuungsschlüssel bei medizinischen Fachkräften variiert weltweit stark. Insbesondere in Asien und Afrika mangelt es oft an Pflegekräften und Hebammen.

Krankenpfleger und Hebammen sind im globalen Schnitt pro 100.000 Einwohner im Einsatz.

Der Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zeigt, wie wichtig die Verfügbarkeit von ausreichend medizinischem Personal ist. Nicht nur Ärzte, sondern auch Krankenpfleger werden an vorderster Front dringend gebraucht. Doch schon vor der aktuellen Krise war Gesundheitspersonal vielerorts knapp. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO benötigt die Welt an die neun Millionen zusätzliche Krankenpfleger und Hebammen, um das Ziel einer universellen Gesundheitsversorgung bis 2030 erreichen zu können.

Krankenpfleger und Hebammen je 100.000 Einwohner

Vor allem Südostasien und Afrika kämpfen mit dem gefährlichen Mangel. Reichere Länder rekrutieren hingegen schon seit Jahrzehnten medizinisches Personal aus aller Welt, besonders gerne aber aus den Philippinen. Nicht ohne Nebenwirkungen: Nur wenige Gesundheitssysteme verfügen über so wenige Krankenpflegekräfte wie jenes des südostasiatischen Inselstaats.

Eine der berühmtesten Krankenschwestern, Florence Nightingale, wurde übrigens vor 200 Jahren geboren. Die WHO hat 2020 daher zum „Internationalen Jahr der Pflegekräfte und Hebammen“ erklärt, um die Bedeutung dieser Berufe ins Rampenlicht zu rücken. Aufgrund der Corona-Pandemie ist zumindest dieses Ziel wohl erreicht.