Gastkommentar

Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten: Wille zum Konsens

10/2018 - Josef Wieland berichtet über die Erarbeitung eines Grundsatzpapiers zu CSR in Deutschland.


Josef Wieland ist Direktor des Leadership Excellence Institute Zeppelin und war Vorsitzender der Arbeitsgruppe Berliner CSR-Konsens.

Ein Merkmal des globalisierten Welthandels ist die zunehmende Anzahl an Firmennetzwerken und die organisierte Form globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten. Als eine Konsequenz wird deren nachhaltige Gestaltung vermehrt gesellschaftlich diskutiert. Das Nationale CSR-Forum – ein Multi-Stakeholder-Gremium, das die deutsche Bundesregierung in Fragen der Unternehmens­verantwortung berät – hat in einem dreijährigen Prozess ein Grundsatzdokument erarbeitet und im Juli 2018 verabschiedet, das Führungsprinzipien und Elemente verantwortlichen Managements definiert und Unternehmen Orientierungs- und Prüffragen für die betriebliche Umsetzung in Form von Leitlinien und Prozessen an die Hand gibt.

Der sogenannte Berliner Konsens ist die erste CSR-Erklärung, in der die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure ihre Rolle in diesem Kontext definieren und sich auf den Beitrag verständigen, den sie für die nachhaltige Gestaltung globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten leisten können. Dieses Dokument des Willens zum Konsens in wichtigen gesellschaftlichen Angelegenheiten, der ja heute nicht überall anzutreffen ist, sollte in die europäische Debatte zu verantwortungsvollem Wirtschaften eingehen.

© corporAID Magazin Nr. 78
Foto: beigestellt

 

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