Vorarbeit für den Bahnausbau in Myanmar mit der ADB 

2011 beendete Myanmar seine Abschottungspolitik. Seither unterstützte die Asiatische Entwicklungsbank ADB die Regierung vor allem bei Investitionen in Energie- und Straßeninfrastruktur. Nun soll das knapp 7.000 Kilometer lange Eisenbahnnetz erneuert und ausgebaut werden. Dafür hat die Bernard-Gruppe aus Tirol im Auftrag der Bahnbehörde Myanmars und mit Finanzierung der ADB Vorarbeit geleistet: Die Berater erstellten einen Überblick über den landesweiten Eisenbahnsektor, prüften die Gleisinstandhaltungsausrüstung, ermittelten Varianten für ein neues Management-Informationssystem und berieten bei der Priorisierung der Investitions- und Beschaffungsmaßnahmen. 

400 Brücken müssen zwischen Yangon und Pyay saniert werden.
400 Brücken müssen zwischen Yangon und Pyay saniert werden.

Unterstützt von ACTES Bernard und MC Mobility Consultants aus Wien sowie UNICON aus Großbritannien erstellte die Bernard Gruppe außerdem eine Machbarkeitsstudie für die Modernisierung der prioritären Bahnstrecke zwischen der Hafenstadt Yangon und der nördlich gelegenen Handelsstadt Pyay. Die 226 Kilometer lange, 1877 errichtete Strecke soll soweit aufgerüstet werden, dass auch Containertransporte möglich sind und die Reisezeit auf vier Stunden halbiert wird. 

© corporAID Magazin Frühjahr 2020

 

Unterstützung des EU-finanzierten Kapazitätenaufbaus in Erweiterungsländern 

MONTENEGRO In der EU gelten einheitliche Vorschriften, die dem Schutz der Sozialversicherungsansprüche der Arbeitnehmer dienen, wo immer sie sich in diesem Raum aufhalten. Damit sich Montenegro dem gemeinsamen Sozialversicherungssystem anschließen kann, unterstützt Europeaid das montenegrinische Arbeits- und Sozialministerium im Rahmen der Heranführungshilfe beim Aufbau der nötigen Kapazitäten. Das 380.000 Euro-Projekt wird von der KPMG-Tochter in Podgorica geleitet. Das Institut für berufsbezogene Weiterbildung und Personaltraining BEST in Wien stellt Beratung und arbeitsmarktpolitische Expertise aus Österreich bereit. 

SERBIEN Öffentliche wie private Institutionen in Serbien nützen die Chancen von EU-geförderten Programmen bisher kaum. Europeaid unterstützt daher im Rahmen der Heranführungshilfe den Ausbau eines funktionierenden Systems nationaler Kontaktstellen für diese Programme. Das ZSI – Zentrum für Soziale Innovation in Wien, das in Serbien selbst wiederholt an Forschungsprogrammen beteiligt war, Analysen erstellte und Beratung leistete, wird dieses Wissen im Rahmen des Self-Empowerment-Projekts an Organisationen weitergegeben. Geleitet wird das 1,4 Mio. Euro große Projekt von Irish Development International. 

© corporAID Magazin Jänner/Februar 2020