Gastkommentar

Unternehmenskooperation mit Impact

Katharina Jarmai

Ausgabe 90 – Frühjahr 2021

Katharina Jarmai, FHWien der WKW
Katharina Jarmai, FHWien der WKW

Ob Pandemie, Klimaschutz oder die Achtung von Menschenrechten: Die Herausforderungen unserer Zeit sind komplex und verlangen nach Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Für ein einzelnes Unternehmen erscheinen globale Herausforderungen oft gewaltig oder zu weit entfernt vom Kerngeschäft. Kooperationen mit anderen Unternehmen oder Akteuren aus Forschung, Politik und Zivilgesellschaft können Orientierung bieten und dringende Veränderungen schnell und wirkungsvoll auf den Weg bringen. So setzen die Vereinten Nationen im Rahmen der „Decade of Action“ ebenfalls auf Multistakeholder-Kooperationen zur Erreichung der SDG.

Auch in der aktuellen Coronapandemie bieten kooperative Strukturen die Möglichkeit, gemeinsam einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Im Frühjahr 2020 entstand etwa die „CoVIg-19 Plasma Alliance“, um die Entwicklung einer auf Plasma basierenden Behandlungsmöglichkeit für Covid-19 zu beschleunigen. In dieser und ähnlichen Kooperationen vereinen Unternehmen ihre Stärken und Ressourcen, um Forschung, Produktion und die globale Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten voranzutreiben und Impact zu generieren, der im Alleingang so nicht möglich gewesen wäre.

Katharina Jarmai ist Senior Researcher am Institute for Business Ethics and Sustainable Strategy (IBES) der FH Wien der WKW und erforscht im Rahmen des Josef Ressel Zentrums „CARe“ Unternehmenskooperation für Verantwortung und Nachhaltigkeit.

Foto: FH Wien der WKW