Nachhaltige globale Wirtschaft

Events im Rückblick

10/2018 - Was wurde in Österreich in den vergangenen zwei Monaten öffentlich diskutiert? Welche Experten kamen zu Wort? Welche Lösungen wurden präsentiert?


Forum Wirtschaft & Entwicklung mit Robert van de Kerkhof (oben) und Dieter Euler (unten Mitte).

Geschäftsmodelle mit Impact in Entwicklungsländern

Im Zentrum des diesjährigen Forums Wirtschaft und Entwicklung der Außenwirtschaft Austria Anfang September standen erfolgreiche Geschäftsmodelle, die einen positiven Beitrag zu Gesellschaft und Umwelt in Entwicklungsländern leisten, oft mit Unterstützung durch externe Experten. So präsentierte Lenzing AG-Vorstand Robert van de Kerkhof vor mehr als hundert Vertretern aus Unternehmen, Ministerien, Entwicklungsbanken und -agenturen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Strategie seines Unternehmens besonders an den Produktionsstandorten in China und Indonesien. In Kooperation mit dem World Resource Institute und NGO wie Canopy oder der Circular Fibres Initiative will der führende Hersteller von Cellulosefasern die Anforderungen des EU Ecolabels zugunsten von People, Planet und Profit bis zum Jahr 2022 auch an diesen Standorten erfüllen. Kern der Bemühung ist dabei die schrittweise Umstellung der unternehmensweiten Produktion auf biologische Kreislaufwirtschaft.

In Workshops zu Herausforderungen für Unternehmen in Entwicklungsregionen ging es dann um die Themen Fachkräfte, Finanzierung und Infrastruktur. Dieter Euler, Inhaber des Lehrstuhls für „Educational Management“ der Universität St. Gallen, zeigte im Anschluss daran Möglichkeiten der Einbindung von Unternehmen in die Berufsbildung in Entwicklungsländern auf. Zudem präsentierten zehn österreichische Start-ups ihre Businessideen vor Finanzierungsexperten (von ADA, OeEB, IFC, UNIDO) und erhielten Empfehlungen für ihre Weiterentwicklung.


CSR TAG 2018Moderator Fred Luks im Gespräch mit Managementcoach Nicole Brandes, Vivian Frick vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung Berlin, Lena Gansterer, Impact Hub Vienna, René Schmidpeter von der Cologne Business School und Vöslauer Geschäftsführer Herbert Schlossnikl (v.l.n.r.).

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Wie sich Digitalisierung für eine lebenswerte Zukunft nutzen lässt, diskutierten rund 300 Teilnehmer mit Experten, Unternehmensvertretern, Start-ups und Wissenschaftlern beim von respACT organisierten CSR-Tag am 10. Oktober, der heuer in Kooperation mit dem Land Niederösterreich in St. Pölten stattfand. „Digitalisierung ist vor allem eine Gestaltungsaufgabe“, betonte Managementcoach Nicole Brandes in ihrer Keynote. Um im digitalen Tornado mehr Einfluss zu haben, müssen wir nicht nur unsere digitalen, sondern auch unsere menschlichen Fähigkeiten weiter entwickeln, so Brandes.Das bedeutet auch, alle Auswirkungen der Digitalisierung mitzudenken, merkte Vivian Frick vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in der anschließenden Podiumsdiskussion kritisch an. Herbert Schlossnikl, Geschäftsführer von Vöslauer Mineralwassser, hob die Notwendigkeit hervor, sich auch im Nachhaltigkeitsmanagement mit technologischen Neuerungen auseinanderzusetzen: „Unternehmen, welche die großen, gesellschaftlichen Herausfordungen unserer Zeit, wie etwa Klimaschutz oder Kreislaufwirtschaft, mit digitalen Lösungen verknüpfen, sind am Puls der Zeit. Dadurch entstehen große Chancen für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.“


© corporAID Magazin Nr. 78
Fotos: AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, Gebrüder Pixel

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