Kurzmeldung

Engere soziale Netze

04/2018 - Ein neuer Bericht der Weltbank unterstreicht, dass die Stärkung sozialer Sicherungssysteme ein wesentliches Instrument zur Armutsbekämpfung ist.


Lücken schließen Der Bericht der Weltbank lobt die Bemühungen der Entwicklungsländer.

Entwicklungs- und Schwellenländer wenden mittlerweile durchschnittlich 1,5 Prozent ihres BNE für soziale Sicherungsnetze – Geldtransfers, Sachleistungen, Ernährungsprogramme, Sozialrenten und -arbeit – auf (in Industriestaaten liegt der Wert bei 2,7 Prozent). Dadurch konnten bereits mehr als 50 Millionen Menschen der extremen Armut entkommen – wobei es immer noch nur für einen von fünf Menschen in Entwicklungsländern ein soziales Netz gibt. Der Trend ist aber positiv: Während etwa auf den Philippinen im Jahr 2010 nur fünf Prozent der Bevölkerung mit Transferleistungen erreicht wurden, sind es heute bereits 20 Prozent. Im Senegal stieg der Anteil in den vergangenen vier Jahren von drei auf 16 Prozent. Hat die neue soziale Absicherung negative Auswirkungen auf das Arbeitskräfteangebot oder die Arbeitsmotivation? Der Bericht kommt zu dem klaren Ergebnis: Ganz im Gegenteil.

@ corporAID Magazin Nr. 75

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