Kommentar

Act globally

04/2018 - von Gudrun Zimmerl


Gudrun Zimmerl
ICEP

Unternehmensverantwortung bedeutet heute, positive und negative Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette am Radar zu haben – und in den Bereichen mit den größten Herausforderungen oder der größten Wirkung anzusetzen. Angesichts der zunehmenden Internationalisierung ist das ein anspruchsvolles Unterfangen, das sich in der heimischen Unternehmensrealität noch nicht ausreichend wiederfindet. Trotz der internationalen Präsenz österreichischer Firmen konzentrieren sich entsprechende Aktivitäten vielfach zwischen Neusiedler- und Bodensee. Dabei sind nicht nur die Standards bei Umwelt- oder Arbeitsthemen außerhalb Europas zumeist niedriger, auch mangelnde Infrastruktur, unterversorgte Konsumenten oder fehlende Ausbildungsmöglichkeiten bieten Ansatzpunkte, um mit verantwortlichen Business Modellen langfristig auch gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Was es dafür braucht: Eine umfassende und integrierte Verantwortung, die der globalen Dimension unternehmerischen Handelns Rechnung trägt und landesspezifische Besonderheiten berücksichtigt.

© corporAID Magazin Nr. 75

 

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