Kommentar

Wechselseitig

10/2017 - von Melanie Pölzinger


Melanie Pölzinger
ICEP

Anfang November ist es wieder so weit: Eine Delegation österreichischer Unternehmensvertreter bricht im Rahmen einer Wirtschaftsmission für einige Tage nach Uganda und Ruanda auf, um dort potenzielle Geschäftspartner und Ministerienvertreter zu treffen. Jedes Jahr organisiert die Außenwirtschaft Austria eine Vielzahl solcher Reisen – immer mehr davon auch in Schwellen- und Entwicklungsmärkte. Dieser direkte Kontakt und Austausch ist insbesondere in neuen, aufstrebenden Märkten wichtig.

Ein wenig schade ist, dass Wirtschaftsmissionen immer noch stark als Verkaufsveranstaltungen rüber kommen – und die Verheißung lautet, schnell einmal eine Maschine an den Mann zu bringen. Gerade Entwicklungsländer würden sich jedoch langfristige und vor allem wechselseitige Wirtschaftsbeziehungen wünschen. Und sie haben ja auch für Investoren und Einkäufer einiges zu bieten. Dass die Außenwirtschaft Austria nun im Rahmen ihrer Innovationsagenda auch auf „Innovationsimport“ setzt, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

© corporAID Magazin Nr. 72

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