Hintergrund

Milch-, Fisch- und Huhn-Boom

08/2017 - Der im Juli veröffentlichte Agricultural Outlook 2017-2026, ein Gemeinschaftswerk der FAO und der OECD, prognostiziert unter anderem folgende Trends:


Guter Fang:
Fisch aus Aquakultur

Zucht vor Wildfang
Fisch aus Aquakultur boomt. Das Angebot an Zuchtfisch wächst schneller als alle anderen Bereiche der tierischen Nahrungs-produktion. Insgesamt wird das globale Fischangebot bis 2026 um rund 15 Prozent auf 193,9 Mio. Tonnen wachsen. Wels, Tilapia und Karpfen sollen um mehr als 35 Prozent zulegen. Vor allem China zeigt unvermindert Appetit auf Fisch: Der Pro-Kopf-Verbrauch soll bis 2026 auf 50 Kilogramm anwachsen – der OECD-Schnitt stagniert bei rund 25 Kilogramm pro Person und Jahr.





Huhn im Trend:
günstige Alternative

Geflügel vor Schwein
Der weltweite Fleischverbrauch wird 2026 bei voraussichtlich
34,6 Kilogramm pro Kopf liegen – ein halbes Kilogramm mehr als heute. Schweinefleisch, traditionell das meist konsumierte tierische Protein, wird in der kommenden Dekade von Geflügel überholt: Hühner sind günstiger als rotes Fleisch, lassen sich kulinarisch vielseitig einsetzen und sind allerorts kulturell-religiös akzeptiert. Gerade in Entwicklungsregionen wird Geflügel von Produzenten und Konsumenten bevorzugt.








Lust auf Milch:
vor allem in Asien

Indien vor EU
Frische Milchprodukte werden immer populärer, und auch wenn sich bei verarbeiteten Produkten wie Käse, Butter oder Milchpulver das Konsumwachstum verlangsamt, ist es immer noch höher als das von Getreide oder Fleisch. In Entwicklungsländern wird der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bis 2026 von 10,9 auf
13,2 Kilogramm Milchtrockenmasse steigen – im Vergleich zu rund
21 Kilogramm in den Industrieländern. Für die Milcherzeugung wird bis 2026 ein Plus von 22 Prozent auf 977 Mio. Tonnen prognostiziert. In puncto Milchproduktion könnte Indien die EU bereits heuer an der Weltspitze ablösen.



© corporAID Magazin Nr. 71
Text: Katharina Kainz-Traxler
Fotos: Flickr/El Gringo, Flickr/Finn Thilsted, Nestlé

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